Gestern sah es noch soo schön aus, Erdogan und Beck in trauter Einsamkeit bejubelt vor der abgefackelten Ruine in Ludwigshafen. Friede, Freude, Eierkuchen.
Und jetzt das. Der guten Angela muss regelrecht der Kaffee, obschon er ja recht flüssig ist, im Halse stecken geblieben sein, denn Erdogans Forderung nach der Einrichtung türkischer Gymnasien und Universitäten (mit Kopftuch?) in Deutschland kommt dann doch etwas albern rüber. Sieht man sich dann noch die vom selben Erdogan vorgetragene Forderung nach einem Ende der Ghettoisierung türkischstämmiger Mitmenschen an, verlieren Erdogans Hirngespinste jeglichen Realitätsbezug, denn wie sonst sollte sich Ghettoisierung schon im Kindesalter besser kultivieren lassen als durch getrennte Schulen?
Es ist durchaus klar, dass Deutschland im Bezug auf Integration nicht gerade Kunststücke vollbracht hat in der Vergangenheit und auch das hiesige Schulsystem ist bei bestem Willen doch eher als von der Politik stiefmütterlich umsorgt einzuschätzen ist. Dass sich an dem einen oder dem anderen aber mit der Einrichtung türkischer Exil-Bildungsbastionen tatsächlicg etwas ändert, kann ich mir nicht vorstellen. Aber vielleicht reden wir mal über so etwas, sobald sich in der Türkei die Religionsfreiheit bemerkbar gemacht hat.


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