Parteien, Politik

Das Wort zum Freitag

Die Klausuren sind über- und vielleicht sogar bestanden, Zeit also für 10 herrliche freie Tage und das obligatorische Wort zum Freitag. Ich habe mir einen wundervoll schmissigen Titel ausgedacht:

Das Wort zum Freitag - warum die christliche Alternative 2005 die bessere gewesen wäre

Herrlich kurz und prägnant, ich weiß. Gehen wir also noch einmal eben kurz zurück in das denkwürdige Jahr 2005, in dem Nordrhein-Westfalen dem Wähler und damit der unsäglichen Koalition aus Arbeiterführer Rüttgers und Lehrerschreck Frau Sommer zum Opfer fiel. Seinerzeit einigten sich Kanzler Schröder und SPD-Chef Müntefering angesichts der miserablen Umfragewerte für die SPD (der es damals im Gegensatz zur momentanen Lage bestens ging) auf vorgezogene Neuwahlen. Der Ausgang der Geschichte ist leider hinlänglich bekannt.

Was aber, wenn alles anders gekommen wäre? Angela zur Kanzlerin gewählt worden wäre und an ihrer Seite der Leichtmatrose Westerwelle zum ersten Offizier der MS Deutschland gemacht worden wäre? Die Mehrwertsteuer wäre nur um 18% gestiegen, so wie angekündigt. Merkel hätte nicht ihre Ziele von 2003, die neoliberale Ausrichtung der CDU verraten müssen, nur um gefällig zu sein. Die SPD hätte kein Problem mit der Linken, denn in der Opposition kann man leichter linke Politik betreiben als in einer Koalition mit der CDU. Vor allem, und das ist besonders wichtig, hätte die FDP zu verhindern gewusst, dass sich in dieser Regierung die hässliche Fratze des unaufgeklärten Totalitarismus so deutlich zeigt wie heute in der großen Koalition.

Das alles hätte eine heute wesentlich besser aufgestellte SPD zur Folge, eine kaum Einfluss habende Linke und eine CDU, die uner gewaltigem Rechtfertigungsdruck stünde. Rot-Grün wäre dei perfekte Alternative, die SPD deckt das klassische Klientel der kleinen Leute ab, während die Grünen das aufgeklärte Bürgertum bedienen würden. Der Großteil der in Städten wohnenden Bevölkerung wäre abgedeckt. Die paar FDP-Wähler sind zu vernachlässigen, da die Grünen die politisch korrekteren Liberalen sind, ohne dass es allzu sehr wehtut und dass die schwarze Stammwählerschaft hauptsächlich in Einfamilienhäusern auf dem Land zu finden ist, sollte auch nichts Neues sein.

Folge wäre also keine erstarkte Linkspartei, keine Aushölung der Bürgerrechte und eine staatstragende SPD.

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