Politik, wundern

zwei Farben Schwarz: die CDU und ihre Jugend

Ich höre mir ja gerne von JU-Leuten Geschichten an, wirklich. Zum Beispiel neulich, als ich mit einem Kommilitonen über die Lösbarkeit von Energieproblemen durch eine massive Ansammlung von Sonnenkraftwerken in der Sahara philosophiert habe. Da ging es dann um die Frage, ob man dieses Weltenergieversorgung lieber in die Hände einer überstaatlichen Organisation (z.B. UN) geben solle, oder ob ein Energiemonopolist als neuer Weltherrscher besser wäre. Ich war für die UN.

Aber jetzt das! Unglaublich, wie einer nur so einen Schwachsinn reden kann. Als wenn es im Sinne des Gemeinwohls wäre, wenn die, die die finanzielle Macht haben, auch noch mehr politischen Einfluss bekommen als sie ohnehin schon besitzen. Behinderten sollte man dann vielleicht auch kein Wahlrecht geben, die haben - im Gegensatz zu Arbeitslosen - ja noch nichtmal eine geeignete Politikwahrnehmung. Irgendwie beschleicht mich da doch der Verdacht, man sollte den Verfassungsschutz eher auf die Damen(?) und Herren vom RCDS hetzen als auf die Linkspartei. Wo mehr antistaatliches Potenzial vorhanden ist, dürfte bei derartigen Forderungen zum Wahlrecht ja auf der Hand liegen.

Während sich also die Spitzen der Union hauptsächlich damit beschäftigen, die Einstimmenwähler ruhig zu stellen und für ein nicht allzu peinliches Ergebnis für die CSU im Herbst zu sorgen, spinnen die Jungen mal wieder rum und loten aus, inwiefern man provozieren kann, ohne die pseudosozialstaatliche Fassade zu sehr zu beanspruchen. Peinlich, das.

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